Architektur · Bühne · Nachkriegsmoderne

Theater Münster: Architektur, Geschichte und Besuch

Der 1956 eröffnete Bau an der Neubrückenstraße gehört zu den prägenden Zeugnissen der Nachkriegsmoderne in Münster und verbindet Architektur, Stadtgeschichte und ein bis heute aktives Fünf-Sparten-Haus.

Detailillustration des Theater Münster mit Nachkriegsarchitektur, Glasfoyer und abendlichem Publikumsbetrieb
eröffnet 1956Bauwerk und aktives Theater
AdresseNeubrückenstraße 63
Eröffnet4. Februar 1956
SpielstättenGroßes Haus, Kleines Haus, Studio
SpartenMusiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzert, Junges Theater

Architektur und Besuch

Vorplatz, Eingang und Altstadtanschluss

Die Karte ordnet den Theaterbau an der Neubrückenstraße ein und zeigt die kurzen Wege zur historischen Altstadt.

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Für Vorstellungen und barrierefreie Zugänge zusätzlich die aktuellen Angaben des Theaters prüfen.

Architektur und Aufführung trennen

Das Theater lohnt sich auch ohne Vorstellung

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    Vorplatzmoderne Gesamtform erfassen
  2. 2
    FoyerGlas, Licht und Innenbezug lesen
  3. 3
    InnenhofAltbaufragment und Neubau vergleichen
  4. 4
    VorstellungSpielplan separat auswählen

Architekturbesuch und Aufführung sind zwei unterschiedliche Anlässe. Für Innenräume, Führungen und Tickets gelten die aktuellen Angaben des Theaters.

Warum das Theater selbst eine Sehenswürdigkeit ist

Der Neubau entstand 1954 bis 1956 nach Entwürfen von Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau. Die Stadt beschreibt ihn als ersten konsequent modernen Neubau Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg und als ersten Theaterneubau der jungen Bundesrepublik.

Im Innenhof wurden die erhaltene Ruine des früheren Romberger Hofes und ein alter Baum in die neue Anlage einbezogen. Kriegsschäden, Wiederaufbau und architektonischer Aufbruch stehen dadurch unmittelbar nebeneinander.

Von der Theatertradition zum Bau von 1956

Münsters Theatergeschichte reicht bis zum 1774 eröffneten Komödienhaus am Roggenmarkt zurück. Nach Kriegszerstörung und jahrelangen Debatten begann 1954 der Neubau an der Neubrückenstraße. Am 4. Februar 1956 wurde das Große Haus mit Mozarts „Zauberflöte“ eröffnet; 1971 kam das Kleine Haus hinzu.

Was heute gespielt wird

Das Theater arbeitet in fünf Sparten: Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzert und Junges Theater. Der Spielplan ändert sich laufend; Termine, Tickets und Zugänglichkeit sollten deshalb direkt beim Theater geprüft werden.

Götz Alsmann und Ute Lemper

Götz Alsmann trat wiederholt am Theater auf und ist bis heute mit dem Haus verbunden. Ute Lemper wurde in Münster geboren, erhielt hier musikalische Grundausbildung und kehrte später für Gastspiele zurück. Das Theater ist damit ein konkreter Ort in beiden Münster-Biografien.

Mit der Altstadt kombinieren

Prinzipalmarkt, St. Lamberti und Dom sind zu Fuß erreichbar. So lässt sich die Nachkriegsmoderne des Theaters direkt mit der historischen Innenstadt vergleichen.

Offizielle Quellen