Die Bogengänge
Die Arkaden verbinden die Hausfronten und schaffen einen wettergeschützten Weg. Achte auf wechselnde Pfeiler, Gewölbe und Durchblicke.
Altstadt · Arkaden · Stadtgeschichte
Der Prinzipalmarkt ist kein einzelnes Denkmal, sondern ein historischer Stadtraum: charakteristische Giebel, durchgehende Bogengänge und auf kurzer Strecke Rathaus, Stadtweinhaus und Lambertikirche. Mit der richtigen Blickrichtung wird aus der Einkaufsstraße ein kompakter Rundgang durch Münsters Geschichte.

Historische Altstadtachse






























© OpenStreetMap-Mitwirkende
Die Linie folgt dem Straßenzug. Für die Fassaden auf beiden Seiten gehen und regelmäßig den Blick zurücknehmen.
Der beste Blick
Gehe mindestens einmal auf beiden Straßenseiten. Unter den Arkaden verschwinden Fassaden und Blickachsen sonst leicht aus dem Blick.
Kaum ein Ort steht so deutlich für Münster. Die giebelständigen Häuser bilden mit ihren Arkaden einen geschlossenen Straßenraum, obwohl kaum zwei Fassaden gleich aussehen. Das Zusammenspiel aus Handel, Rathaus, Kirche und öffentlichem Raum erklärt, warum der Prinzipalmarkt bis heute das repräsentative Zentrum der Stadt ist.
Das heutige Bild ist zugleich historisch und rekonstruiert. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurden die Häuser nicht als exakte Kopien wiederaufgebaut. Parzellen, Maßstab, Giebelwirkung und Bogengänge blieben jedoch bewusst erhalten. Gerade dieser Umgang mit dem zerstörten Stadtbild macht den Ort architekturgeschichtlich interessant.
Geschichte im Überblick
Der Markt entwickelt sich zur zentralen Handelsstraße der Stadt.
Rathaus und Kaufmannshäuser prägen die repräsentative Marktfront.
Luftangriffe vernichten große Teile der historischen Bebauung.
Parzellen, Arkaden und Giebelbild werden in vereinfachter Form wiedergewonnen.
Die Arkaden verbinden die Hausfronten und schaffen einen wettergeschützten Weg. Achte auf wechselnde Pfeiler, Gewölbe und Durchblicke.
Treppen-, Dreiecks- und geschwungene Formen geben jedem Haus eine eigene Silhouette. Am besten wirken sie mit etwas Abstand.
Am südlichen Abschnitt verdichtet sich die politische Geschichte. Das Rathaus verdient mit dem Friedenssaal einen eigenen Besuch.
Die Kirche schließt die Blickachse im Norden. Am Turm sind die drei Täuferkörbe zu erkennen; abends ist außerdem das Türmerhorn relevant.
Besuch planen
Vom Rathaus unter den Arkaden bis St. Lamberti und auf der Gegenseite zurück.
Rathaus und Friedenssaal ergänzen, danach den Straßenzug bewusst abgehen.
Prinzipalmarkt, Lamberti, Domplatz und Dom zu einem kurzen Rundgang verbinden.
Der Prinzipalmarkt ist jederzeit frei zugänglich. Geschäfte, Wochenmarkt, Veranstaltungen und Lieferverkehr verändern die Atmosphäre im Tagesverlauf. Für die Fassaden und eine ruhige Blickachse eignen sich der frühe Morgen und der Abend besonders gut.
Der Straßenzug selbst ist weitgehend eben; unter den historischen Arkaden können Pflaster, Engstellen und Geschäftsauslagen den Weg einschränken. Für Rathaus, Friedenssaal und Kirchen gelten jeweils eigene Zugangs- und Öffnungszeiten.